Praxisberichte und Anwendungsfälle

Für nahezu jede Organisation, deren Geschäftsvorgänge sich auf die IT stützen, besteht ein Bedarf an Netzwerk- und Anwendungs-Performancemanagement.

Zu den besonderen Herausforderungen des IT-Managements, die einen direkten Einfluss auf das Performancemanagement haben, gehören:

  • Eine große Zahl unterschiedlichster Applikationen
  • Hohe Sensibilität hinsichtlich Verfügbarkeit und Leistung
  • Großer Einfluss vieler Anwendungen auf die betriebliche Produktivität
  • Zunehmend schnellere Veränderungen (Zusammenschlüsse, Zentralisierung, IT-Integration)
  • begrenzte IT-Ressourcen
  • In Richtung externer Benutzer / Partner offene Systeme

Warum ist das Performance Management ein unverzichtbarer Bestandteil im Toolset des IT-Managements?

  • Vermeidung von betrieblichen und Produktivitätsverlusten
  • Unterstützung beim Umgang mit Komplexität
  • Die Notwendigkeit kollaborativer Problemlösungsprozesse (intern sowie mit externen Partnern)
  • Angemessener Umgang mit Veränderungen

Dieses Whitepaper basiert auf langjährigem Kundenfeedback und stellt eine Auswahl von Anwendungsfällen dar, in denen Performance Vision von SecurActive eingesetzt wird.

Herausforderung IT-Performance


Enorme Anwendungsvielfalt

Die Zahl der Anwendungen, die auf der eigenen Infrastruktur in den Unternehmen laufen, nimmt immer mehr zu: Jedes hat inzwischen Anwendungen im zweistelligen Bereich und größeren Organisationen kann diese Zahl in die Hunderte gehen.

Jede Stelle / Abteilung verfügt heutzutage über spezielle Anwendungen, die deren Betrieb unterstützen. In einigen Fällen bearbeiten einzelne Abteilungen dieselben Vorgänge mit Anwendungen unterschiedlicher Hersteller.

Die Folge davon ist eine Infrastruktur, die durch eine überaus große Zahl von Anwendungen genutzt wird. Dementsprechend ist es für IT-Administratoren im Infrastrukturbereich schwierig, sich einen vollständigen Überblick darüber zu verschaffen, wie jede einzelne Applikation auf dem Netzwerk läuft. Des Weiteren sind viele Hersteller stark spezialisiert und zudem relativ kleine Unternehmen. Ihre technologische Basis ist bisweilen nicht mehr zeitgemäß, in einigen Fällen in Bezug auf neue Implementierungsszenarien (WAN-Bereitstellung, WiFi, Fernzugriffe, etc.) sogar völlig unzureichend. Diese Verschiedenheit gipfelt in einer extrem hohen Komplexität für den Infrastrukturadministrator.

Hohe sensibilität hinsichtlich Verfügbarkeit und Leistung

Per definitionem laufen viele Organisationen ausnahmslos 24 Stunden und 7 Tage pro Woche, und sämtliche Geschäftsvorgänge müssen jederzeit verfügbar sein.

Zeit ist ein kritischer Faktor bei der Bereitstellung von Produkten und in Bezug auf die Fähigkeit zur Unterstützung von Prozessen, die wiederum Ihre Dienstleistungen unterstützen sollen.

Viele Anwendungen haben großen Einfluss auf Ihre Mitarbeiter:

  • Einige Applikationen sind geschäftskritisch und Ausfälle oder Fehlfunktionen lassen sich unmittelbar in Form von Umsatzeinbußen messen.
  • Andere, weniger kritische Anwendungen haben direkte Auswirkungen auf die Produktivität Ihrer Mitarbeiter und ragen weit in kritische Abläufe und Prozesse hinein.

Zunehmend schnellere Veränderungen

Viele Unternehmen haben schnell Computer-Anwendungen zur Unterstützung vieler Prozesse eingeführt. Nur sehr wenige Prozesse sind heute noch von IT-Anwendungen unabhängig. IT und Geschäftsbetrieb sind heutzutage eng zueinander integriert, was zur großen Produktivitätssteigerungen aber auch zu einer hohen Abhängigkeit von der IT-Infrastruktur geführt hat.

Die Notwendigkeit Systeme zu öffnen und gemeinsam zu nutzen

Unternehmen müssen inzwischen die Fähigkeit besitzen, Informationen auch außerhalb ihres Unternehmensnetzwerkes verfügbar zu machen. So benötigen beispielsweise an anderen Orten ansässige Partner, Händler und Kunden entsprechenden Zugriff, um ihre Geschäfte mit dem Unternehmen abwickeln zu können.

Begrenzte IT-Ressourcen

Trotz zunehmender Unterstützung des Geschäftsbetriebs durch Rechenleistung und allgemeinem Wachstums oder auch Zusammenschlüssen von Unternehmen, hat sich die Größe der IT-Administrationsteams kaum verändert.

Was bringt Ihnen Performance Managment?

Performancemanagement-Lösungen unterstützen die IT dabei:

  • Die Performance so zu erkennen, wie sie der Endbenutzer wahrnimmt,
  • Die Ursache für Geschwindigkeitseinbußen schnell zu finden,
  • Zu verstehen, wie ihre Infrastruktur genutzt wird,
  • Sowie die Gesamt-Performance kontinuierlich zu verbessern.



Angesichts der Komplexität der IT-Systeme und der zur Verfügung stehenden Ressourcen, sind N/APM-Lösungen notwendig, die das IT-Infrastrukturteam bei der Bereitstellung der richtigen Basis für den Geschäftsbetrieb zu unterstützen.

Organisationen, die netzwerkbasierte N/APM-Lösungen einführen, durchlaufen normalerweise die folgenden vier Phasen, um mithilfe ihrer N/N/APM-Lösung die Performance entscheidend zu verbessern:



Performance-Bewertung

Direkt nach Implementierung des N/APM-Tools beginnen die Teams gewöhnlich mit dem Sammeln aktueller Performancedaten ihres IT-Systems. Sie identifizieren Sie eine Liste von Problemfeldern, die sich im Laufe der Zeit und verschiedener IT-Migrationen in den letzten Jahren aufgebaut haben. Einige davon wirken sich auf die Endbenutzer aus, einige nicht bzw. noch nicht.

Innerhalb weniger Tage ermitteln sie:

•Die Anwendungen mit der schlechtesten Performance

  Eine Transparente Darstellung der Anwendungen mit der schlechtesten Performance aus Sicht der Endanwender.
  Klare Sicht auf den Ursprung der Verlangsamung / ungenügenden Performance (Server, Applikation, Netzwerk, etc.)

• Performancelücken innerhalb des Netzwerks

  Welche Segmente sind betroffen?
Für welche Anwendungen?

• Probleme bei der Namensauflösung

  DNS/WINS-Server-Performance
Falsche DNS-Ziele
DNS-Konfiguration auf Systemebene (z. B. kein Cache)

• Falsch konfigurierte Hosts/Server

  Systeme mit einer weitervererbten unzureichenden Konfiguration
Mangelhafte Netzwerkkonfiguration
Blockierter Netzwerk-Traffic

• Missbrauch / Bandbreite

  Unvorhergesehene Netzwerknutzung (unerlaubte Anwendungen)
Verbrauchsintensive Anwendungen
Abläufe, die in ungünstigen Zeitfenstern liegen (z. B. Backups).

Nach dieser anfänglichen Bewertung, hat das IT-Infrastrukturteam in der Regel ein klares Bild von einer ganzen Reihe von Problemfeldern verschafft, und ist damit in der Lage einen Entwurf zur Verbesserung der allgemeinen IT-Performance zu erstellen.

Beschleunigte Problemlösung und Veringerung von Betriebsverlusten

Sobald die N/APM-Lösung einsatzbereit ist, sollte diese die Zeit reduzieren, in der die Endanwender durch mangelhafte Performance beeinträchtigt werden. Die Kosten der Performance-Einbußen stehen in direktem Zusammenhang mit der Geschwindigkeit, in der die Probleme behoben werden (weitere Informationen hierzu erhalten Sie im folgenden Whitepaper: „Die Kosten von Performance-Einbußen“).

Die Lösung sollte die MTTR (Mean Time To Resolve - durchschnittliche Zeitspanne zur Lösung von Problemen) auf diversen Stufen des Problemlösungsprozesses beeinflussen können:

Verbessern Sie Reaktionszeiten

Organisationen die über keinerlei Performancemanagement-Tool für ihre Netzwerk und ihre geschäftskritischen Anwendungen verfügen, werden von den Endanwendern über die Probleme informiert.

Diese Informationsquelle ist sehr langsam, weil:

  • Die Benutzer zumeist erst dann anrufen, wenn sie verärgert oder verzweifelt sind.
  • Da die Aussagen zur Performance auf dem subjektiven Feedback der Anwender basieren, sind diese aus Sicht der Administratoren keine verlässliche Informationsquelle, solange keine größere Zahl von Benutzern betroffen ist, oder das Problem eskaliert wird.
  • Die Rückmeldungen der Benutzer sind zu ungenau bzw. nicht hinreichend spezifisch, um dem Administrator eine Diagnose des Problems zu ermöglichen. Dieser wird häufig mit Aussagen konfrontiert, wie „das Netzwerk ist zu langsam“, wo klare Informationen zum Problem wie die betroffene Anwendung, der Zeitpunkt der Störung, welche Transaktion gerade lief und wann diese genau ausgeführt wurde, etc. für ihn wichtig wären.
  • Leistungseinbußen treten häufig nur zeitweise auf, d. h. selbst wenn diese gemeldet werden, kann der Administrator ohne ein adäquates Tool nicht analysieren, was gerade geschehen ist.




Eine N/APM-Lösung senkt die Reaktionszeiten in vielerlei Hinsicht:

  • Administratoren werden über die schwerwiegendsten Einschränkungen informiert, noch bevor die Anwender zum Telefonhörer greifen.
  • Administratoren können auf objektive, eindeutige Metriken zur Evaluierung der Quality of Experience vertrauen und Verschlechterungen klar identifizieren.
  • Administratoren verfügen über eine detaillierte Informationshistorie des Vorfalls und können mit der Diagnose beginnen.

Den Ursprung des Problems finden

An dieser Stelle scheitern die meisten Unternehmen, die über keinerlei Tools verfügen: Denn die Wahrnehmung der Performance ist subjektiv, das Problem tritt nur zeitweise auf, und traditionelle Monitoring-Tools konzentrieren sich ausschließlich auf die Verfügbarkeit und den Ressourcenverbrauch (und verfolgen nicht die Performance). So können die meisten IT-Abteilungen in ihrem Umfeld (Netzwerk, Server, Datenbank, etc.) nichts Außergewöhnliches feststellen und beschränken sich dann auf den Nachweis, dass der Infrastrukturabschnitt, für den sie zuständig sind, nicht für das Problem verantwortlich ist.



Bis das Problem eskaliert wird und eine klare Entscheidung fällt, das Problem zu analysieren, können mehrere Tage oder sogar Wochen vergehen. In dieser Zeitspanne geht wertvolle Produktivität auf Anwenderseite verloren, die Unternehmensproduktivität sinkt, und sowohl auf Benutzer- als auch auf Administratorenseite macht sich Frustration breit.

Eine Performancemanagement-Lösung verfolgt die Entwicklung der Quality of Experience und bietet zudem eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Darstellung mithilfe eines Sets von Metriken, die es dem Administrator gestatten, die folgenden Fragen mit einem einzigen Klick in das Haupt-Dashboard zu beantworten:

  • Gibt es eine Verschlechterung der Performance?
  • Für welche Anwendungen?
  • Für welche Benutzer?
  • Wo liegt die Ursache für die Verschlechterung? (Netzwerk, Server, Datenvolumen, etc.)



Ein paar wenige zusätzliche Klicks ermöglichen es dem Administrator die Aktivitäten und Transaktionen eines einzelnen Benutzers im Detail zu betrachten. Sobald Sie all diese Informationen automatisch an alle (internen und externen) Stakeholder weitergeleitet haben, kann der gemeinsame Problemlösungsprozess beginnen, bei dem jede Abteilung jenen Teil übernimmt, der in ihre Zuständigkeit fällt.

Die Ursache ermitteln

Wenn Sie erst einmal auf die oben aufgeführten Informationen zugreifen können und Ihr Performancemonitoring automatisch einen Mitschnitt der langsamen Transaktionen anfertigt, wird es ganz leicht, die Ursache festzustellen. Um dieselben Informationen zusammenzutragen, müssten Sie Protokolle, Konfigurationsdateien sowie grafische Auswertungen aus traditionellen Monitoringlösungen auswerten, um zur Ursache zu gelangen.

Anwendungsfall

Wir haben von einem Kunden, der uns an seinen Erfahrungen teilhaben lassen wollte, einen Screenshot erhalten. Aus diesem lässt sich vieles lernen. Wir können genau sehen, wie sich die Quality of Experience (Antwortzeit auf Benutzerseite) für eine bestimmte Anwendung im Tagesverlauf entwickelt hat.

  • Es ist klar zu erkennen, dass die Serverantwortzeit (Blau dargestellt) sich im Laufe des Morgens mehr und mehr verschlechtert hat und nur eine begrenzte Zahl von Transaktionen verarbeitet wurde.
  • um 12:15 Uhr stürzt die Anwendung ab.
  • Nach 15 Minuten startet die Anwendung erneut und die Antwortzeit des Servers 8In Blau) normalisiert sich. Es werden jetzt deutlich mehr Transaktionen verarbeitet, wahrscheinlich um jene nachzuholen, die am Morgen nicht verarbeitet werden konnten.
    Unser Kunde hat uns berichtet, dass die Anwendung eine „suboptimale“ RAM-Nutzung betrieb, indem sie jede Datei, die von einem Anwender geöffnet und danach nicht geschlossen wurde (und es scheint hier um eine große Zahl von Dateien zu gehen) weiterhin im RAM speicherte. Sobald eine bestimmte Anzahl überschritten wurde, war dies nicht mehr möglich, der Server begann damit die Dateien auf die Festplatte auszulagern und wurde dadurch langsamer.


Proaktives Management

Sobald die Organisation die Fähigkeit besitzt, mit Performance-Einbußen umzugehen, besteht der nächste Schritt darin, die Benutzer vor Einschränkungen zu schützen. Eine Performancemanagement-Lösung hilft dabei, indem sie die Aufmerksamkeit des Administrators auf potenzielle Problemfelder lenkt und ihn bei der Verbesserung der Performance auch dann unterstützt, wenn noch keine Beschwerden der Anwender vorliegen. In der Tat ergreifen die Anwender erst dann die Initiative, wenn die schlechte Performance ihre Produktivität stark beeinträchtigt. Es ist wichtig nach Verbesserungen für besonders geschäftskritische Anwendungen zu suchen, um einen Beitrag zur Effizienz des Unternehmen zu leisten.


Performancemanagement-Lösungen stellen Ihnen Folgendes zur Verfügung:

  • Verfolgung von Fehlern / Problemfeldern innerhalb Ihrer Infrastruktur
  • Die tatsächlichen Performanceniveaus und -treiber
  • Die Möglichkeit klare und eindeutige Daten zur Performance zu kommunizieren

Eine Performancemanagement-Lösung berichtet über Probleme, selbst dann wenn sie noch nicht zu Beschwerden von Benutzerseite führen: Konfigurationsfehler, wie zum Beispiel Systeme, die einen primären DNS-Server rufen, der nicht antwortet, mangelnder Cache-Speicher eines Systems, Nichtverfügbarkeit eines Systems in einer Anwendungskette, Bandbreitenfresser, Missbrauch von Netzwerkkapazität, usw. Es ist wahrscheinlich, dass diese Probleme aktuell zu einer Verlangsamung führen. Im Kombination mit anderen Problemen können sie die Ursache für eine zukünftige Performance-Verschlechterung sein. Durch Ermittlung dieser Probleme kann eine Performancemanagement-Lösung helfen, zukünftige Einbußen zu vermeiden.

Eine Performancemanagement-Lösung berichtet auch über Trends und Performance-Treiber einzelner Anwendungen. Darauf basierend sind intelligente Anpassungen möglich, die proaktiv die Performance dieser Anwendung verbessern.


Auszug aus der Präsentatuion eines Softwareherstellers, der die Anwendungsverbesserungen mithilfe von Performance Vision beschreibt.
Auf dieser Folie erläutert der Softwarehersteller, dass die Ausschläge in der Serverantwortzeit (blauer Teil der kumulierten Grafik), dass nahezu 800 ms weggefallen sind. Die Serverperformance ist nun deutlich stabiler (siehe zweite Grafik) und übersteigt nur noch selten 60 ms ( bei erhöhter Anwendungsaktivität - von 12.000 bis 16.000 Transaktionen zu Spitzenzeiten).
(Hinweis: In dieser Grafik sind drei Farben dargestellt: Blau für die Antwortzeit des Servers, Pink für die Datenübertragungszeiten und Gelb für die Antwortzeit des Netzwerks. Offensichtlich setzen die Maßnahmen des Softwarehauses überwiegend bei der Serverantwortzeit an und beeinflussen die.


Auszug aus der Präsentation des Softwareherstellers, der die Senkung der mittleren Serverantwortzeit (SRT) darstellt.
Auf der zweiten Folie zeigt das Softwarehaus die Senkung der mittleren Serverantwortzeit von 160 auf 40 ms.
Laut Aussage unseres Kunden hat sich das Feedback der Endanwender bereits nachweislich verbessert.

Change Management

Unternehmen sehen sich von Jahr zu Jahr einer hohen Zahl von rapiden Veränderungen ausgesetzt. Diese können sich zwar in ihrer Größe unterscheiden, bringen jedoch stets ein gewisses Risiko im Hinblick auf das Performanceniveau für den Endbenutzer mit sich. Änderungen, die das IT-Team betreffen, reichen von der einfachen Bereitstellung neuer Anwendungsversionen über Anwendungsmigrationen bis hin zum Zusammenführen von IT-Landschaften.

Um die mit solchen Veränderungen einhergehenden Risiken zu minimieren, müssen IT-Administratoren den aktuellen Zustand ihrer Infrastruktur (Nutzungsgrad, aktuelle Probleme, Netzwerk- und Anwendungsperformance) und die Auswirkungen der Änderungen evaluieren und den tatsächlichen Einfluss während und nach der Migration kontrollieren können. Fehlende Transparenz führt entweder zu Performance-Einbußen oder zu einer Überdimensionierung der Kapazität und somit zu einer Verschwendung finanzieller Mittel.

Nach welchen Kriterien können Sie Ihre Performancemanagement - Lösung auswählen?

Verscheidene Performance Management-Ansätze

Es gibt drei wesentliche Ansätze zum Performance Monitoring . Alle drei basieren auf unterschiedlichen Methoden zur Sammlung von Daten und Messung von Antwortzeiten:

  • Monitoring aus Endbenutzersicht (ein Robot spielt vorgegebene Szenarien ab, um allgemeine und benutzerspezifische Transaktionszeiten zu evaluieren.)
  • Netzwerk- und Anwendungsperformance-Monitoring (Über eine Reihe von Messpunkten wird der Anwendungs-Traffic im Netzwerk (zwischen Clients und Frontserver sowie innerhalb der Anwendungskette) mitgeschnitten.
  • Agent-basiertes Monitoring der Anwendungsperformance (Agents auf allen Servern in der Anwendungskette überwachen die Ausführung der Anwendung auf Programm- und Systemressourcenebene.)


Selbstverständlich würde man unter Idealbedingungen (unbegrenzte Ressourcen in Form von Mitarbeitern, Zeit und Geld) alle drei Ansätze verfolgen. Da dies jedoch nur sehr selten der Fall ist, ist eine Priorisierung notwendig. Hier sehen Sie die Vorteile / Nachteile der einzelnen Ansätze:

N/APM-TypEndbenutzersichtAgent-basiertNetzwerkbasiert
Fragenbeantwortet: • Wie hat sich die Quality of Experience in Bezug auf die Standartvorgänge meiner wichtigsten Anwendungen entwickelt? • Welches Glied in der Anwendungskette verursacht die Verlangsamung?
• Welche Transaktion ist langsam?
• Welcher Teil des Programmcodes hat lange Laufzeiten?
• Gibt es eine Verlangsamung?
• Welche Anwendungen und Benutzer sind betroffen?
• Was ruft die Verlangsamung hervor (Netztwerk, Server, Datenübertragung)?
• Für welche Transaktionen?
Grenzen: • Nicht abgestimmt auf tatsächliche Nutzung/Nutzverhalten
• Nicht selbsterklärend (teilt Ihnen nicht mit was bzw. warum etwas ausfällt)
• Keine Sicht auf die Anwendungsbereitstellung im Netzwerk
• Keine Sicht auf Anwendungsumgebung (Netzwerk, andere Anwendungen...)
• keine Sicht auf die Ursache bei serverseitigen Problemen (Programmcode, Serverressourcen...)
Einschränkungen: • Agent oder Robot muss auf jedem Client bereitgestellt werden
• Konfiguration jedes einzelnen Szenarios
• Agent muss auf jedem Server bereitgestellt werden
• Auswirkungen auf die Serverperformance
• Traffic-Mitschnitt per SPAN oder TAP
Umfang: • Eine oder mehrere kritische Anwendungen • Eine oder mehrere kritische Anwendungen • Alle Anwendungen über das Netzwerk verteilt
Hauptanwender: • Helpdesk, Berichtwesen für Management • Entwicklungsteams, Qualitätssicherung • Infrastrukturteam, Helpdesk

Warum ist Netzwerk- und Anwendungs-Performancemonitoring für die meisten Organisationen besser geeignet?

Wir sind der Auffassung, dass unter den verschiedenen Performancemanagement-Lösungen der netzwerkbasierte Ansatz für die meisten Unternehmen der gebräuchlichste ist. Hier sehen Sie die Gründe, warum diese Lösungen besser sind:

    • Anzahl von Anwendungen: Krankenhäuser können es sich nicht leisten, für jede Anwendungskette eigens eine Implementierung vorzunehmen. Es wäre viel zu teuer für diese Vielzahl von Szenarien Server-Agents zu implementieren oder Robots einzurichten – sowohl finanziell, als auch personell.



    • Netzwerkbereitstellung ist für viele Anwendungen unverzichtbar. Der netzwerkbasierte Ansatz ist der einzige, der dies berücksichtigt.



  • Betriebskosten: Die meisten Unternehmen können sich nicht leisten immense finanzielle und personelle Investitionen für Performancemanagement zu tätigen. Sie benötigen einfach zu implementierende und zu wartende Lösungen.

Auswahlkriterien für Ihre Performance Management-Lösung

Wenn Sie eine Netzwerk- und Anwendungs-Performancemonitoring-Lösung auswählen, dann ist es wichtig, sich für eine zu entscheiden, die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

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Anzahl der Anwendungen: Eine Performancemanagement-Lösung muss Zehntausenden unterscheidlicher Anwendungen umgehen. Sie sollten Ansätze verwerfen, die auf einem Filtern von Anwendungen basieren, um die Performance-Messungen auf einige wenige kritische Metriken einzuschränken. Viele Anwendungen sind kritisch. Infrastrukturteams wissen nicht immer im Voraus, welche davon für die jeweilige Abteilung kritisch ist. Es ist unverzichtbar, dass die Lösung Performancemetriken zu allen mitgeschnittenen Abläufen sammelt. In gleicher Weise sollte die Analyseumgebung auf ein Set vorgegebener Anwendungen (HTTP, SQL) beschränkt werden.
Benötigte IT-Ressourcen: Die Lösung sollte keine zusätzlichen Ressourcen benötigen, sondern Ihren aktuellen Ressourcen Zeit sparen. Es ist sehr wichtig, dass sämtliche Administrationsaspekte der Performace Management-Lösung möglichst einfach bleiben:
Einfachheit der Installation
Einfachheit der Administration (Updates, etc.), Integration in Ihre SNMP-
Betriebskosten (TCO): Die Kosten der Anwendung müssen im Rahmen des Budgets der Unternehmens-IT liegen. Sie sollten die Kosten einer Vergrößerung der Abdeckung durch die Performancemanagement-Lösung für Ihre zukünftige Architektur betrackten (z.B. mehrere aktive Rechenzentren, virtualisierte
verteilte Lösung: Die zusätzlichen Kosten für die Bereitstellung der Lösung sollten sich in einem
Unterstützung von Virtualisierung: Die Lösung sollte mehrere Optionen zum Sammeln virtuellen Traffics bieten, um beispielsweise Traffic zwischen mehreren virtuellen Maschinen

Wir beraten Sie gerne und freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

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